Montag, 23. Mai 2016

Von Gegenständen und Erinnerungen


In den vergangenen Wochen wurde mir selbst wiederum einiges klar. Ich habe oft nachgedacht, aber ich bin mittlerweile mehr als überzeugt. Warum sind wir immer auf der Suche nach Gegenständen und Dingen. Warum brauchen wir eigentlich immer irgendetwas handfestes? Reichen uns nicht einfach auch die Erinnerungen aus? Warum sammeln wir Gegenstände? Sollten wir nicht viel mehr Erlebnisse, Erinnerungen und Momente mit unseren Liebsten sammeln? 


Bluse, Kette: h&m - Sonnenbrille, Gürtel, Hose: New Yorker - Ballerinas: Deichmann - Tasche: Vintage

Genau das wurde mir die letzten Wochen bewusst. Vielleicht etwas spät. Das soll jetzt natürlich nicht heißen, dass ich zuvor die Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden nicht genutzt und genossen habe. Nein. Nur habe ich einfach gemerkt, dass Zeit wirklich das wertvollste ist was man geben kann. Vor allem wenn man nicht unbedingt viel gemeinsame Zeit hat. Ob es nun ein gemeinsamer Shoppingausflug, ein Besuch im Zoo, ein gemeinsamer Dance Aerobic-Kurs, ein Spieleabend oder auch ein Ausflug in einen Freizeitpark ist. Die gemeinsam verbrachten Stunden sind wertvoller als irgendwelche Dinge. Wir können sie zwar nicht anfassen, aber wir haben immer Zugriff darauf. Wann immer wir wollen können wir uns daran erinnern. Das wertvolle daran ist das Hinfiebern auf etwas Bestimmtes, die geteilten Emotionen und das gemeinsame Erlebnis. Macht uns das nicht gerade aus? 



Liegt es vielleicht an unserer weit zurückliegenden Vergangenheit, als die Menschen noch als Jäger und Sammler durch die Welt gezogen sind? Hat dadurch das Materielle eine größere Bedeutung? Jeder Mensch sammelt ja irgendetwas. Ob es nun Fußballsticker, Schnappgläser, Uhren oder irgendwelche anderen Alltagsgegenstände sind. Man sammelt ja mit dem Ziel irgendwann einmal die eigene Sammlung komplett zu haben. Irgendwann möchte man dann eine vollständige Sammlung haben und sagen: Es ist vollbracht. In den seltensten Fällen kommt man dann auch zu diesem Punkt, an dem man sich dann zurücklehnen kann und sich anderen Hobbys zu wenden kann. Natürlich sammel ich auch. Alles mögliche. Meistens ist es etwas zum Anfassen. Jedoch nehme ich mir für die Zukunft vor mehr Erinnerungen und Erlebnisse zu sammeln. Mehr Immaterielles. Mehr zum Nicht-Anfassen. Mehr zum Drandenken wenn es gerade mal nicht so gut läuft. Einfach mal das Materielle unterordnen und dem Immateriellen den Vorzug geben.






1 Kommentar :

  1. Also für mich sind Erinnerungen oder Erlebnisse wirklich sehr viel mehr wert. Natürlich hat man mal materielle Wünsche, keine Frage. Bei Büchern oder Filmen werde ich zum Beispiel total schnell schwach. Oder jenes oder dieses Objektiv, dass ich noch gerne hätte (wobei ich das immer etwas anders einstufe, da ich ja als Fotografin arbeite).
    Ansonsten bin ich aber tatsächlich eher ein sparsamer Mensch, der über Käufe viel nachdenkt.

    Gemeinsame Zeit, ein Urlaub oder ein Ausflug sind eigentlich die wirklich tollen Dinge. Die, an die man sich noch lange erinnert und über die man noch Jahre später redet. Daher bin ich auch sehr happy darüber, dass meine Familie mir dahingehend neulich ein schönes Geburtstagsgeschenk gemacht hat. ;)

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