Sonntag, 24. Januar 2016

Übung macht den Meister


Bewerbungen zu schreiben ist denke ich eine dieser Handlungen auf der Welt, bei der es nur zwei Arten von Menschen geben kann: Die Personen, die es lieben sich selbst in das rechte Licht zu rücken und dann eben die Personen, die es abgrundtief hassen Bewerbungsschreiben zu verfassen. Ich habe festgestellt, dass ich zu der letzteren Personengruppe gehöre. Die eigenen Stärken und Schwächen darstellen. Eine mir unbekannte Person davon überzeugen, warum ausgerechnet ich diese Stelle bekommen sollte. Seit einiger Zeit bin ich auf der Suche nach einem Aushilfsjob. Mehr und mehr muss ich mir eingestehen, dass ich nicht mehr für den Einzelhandel geeignet bin oder viel mehr möchte ich nicht mehr für den Handel geeignet sein.



Ein paar Bewerbungen habe ich schon geschrieben. Voll motiviert habe ich sie verfasst, Mühe und Arbeit hineingesteckt und mir über jeden einzelnen Satz Gedanken gemacht. Viele waren es jetzt noch nicht. Eine Handvoll Bewerbungen habe ich verschickt. Sehr motiviert und voller Tatendrang habe ich sie per E-Mail versendet und habe tagelang auf eine Antwort gewartet. Wie sich dann leider herausstellte, war das tagelange Warten sinnlos. Auf die motiviert-verfassten Bewerbungen erhielt ich die gleiche Anzahl an Absagen. Absagen, die immer wieder diesen einen gleichen Satz beinhalteten: Leider konnten wir Sie bei der Stellenbesetzung nicht berücksichtigen. 


Mantel: promod - Bluse, Rock: New Yorker (old) - Gürtel: s.Oliver - Hut: I AM - Stiefel: Rieker - Tasche: Vintage

So motiviert ich zu Beginn war, genauso deprimiert war ich dann am Ende. Da drängt sich einem dann die Frage auf, was man falsch gemacht hat. Eine Antwort auf diese Frage wird man wohl kaum bekommen. Man kann raten, versuchen es beim nächsten Mal anders zu machen oder wieder genauso vorgehen wie beim letzten Mal.



Die Stelle, die ich suche oder mir vorstelle, wird es sicher nicht geben. Wünschenswert wäre eine Arbeit, die mir für mein späteres Berufsleben etwas bringen würde. Eine Arbeit bei der ich für später Erfahrungen sammeln könnte: Etwas in einem Archiv oder Museum. Vielleicht auch etwas im Kulturbereich. In den seltensten Fällen werden in diesen Arbeitsbereichen aber Aushilfen gesucht. Meistens nur Personen mit Berufserfahrung, einer einschlägigen Ausbildung oder einem abgeschlossenen Studium. Genau damit kann ich bis jetzt auch nicht dienen.


Ich kann sieben Jahre Berufserfahrung im Einzelhandel nachweisen. Das sind sieben Jahre, in denen ich die verschiedensten Menschen kennengelernt habe und mit ihnen ausgekommen bin. Mal mehr, mal weniger. Das sind sieben Jahre Kundenfreundlichkeit, Teamarbeit, etwas Stressresistenz und selbstständiges Arbeiten. Aber es sind scheinbar nicht die sieben Jahre Berufserfahrung, die von Bedeutung sind.


Wie heißt das Sprichwort doch gleich: Übung macht den Meister. Ein kleiner Versuch die deprimierenden Absagen doch aus einem positiven Blickwinkel zu betrachten. Die nächste Bewerbung wird die vorherige wieder etwas übertreffen. Auch wenn es nur um einen Aushilfsjob geht. 


Kommentare :

  1. Ein wirklich super tolles Outfit und die Bilder sehen super schön aus.
    Ganz liebe Grüße Lisa <3
    http://hellobeautifulstyle.blogspot.de/
    https://www.youtube.com/channel/UCPoU_ebFxQsjhAwy8bjlPiA

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