Mittwoch, 7. Oktober 2015

Bella Italia - Mailand

Mailand. Die Stadt der Mode. Eine Millionen-Metropole. Eine wundervoll-historische Stadt im Norden Italiens. Eine Stadt, die schon längere Zeit auf unserer Liste stand. Diese ominöse und imaginäre Liste mit all den Städten, Sehenswürdigkeiten, Plätzen und Ländern, die wir unbedingt einmal gesehen haben möchten. Und da wir sozusagen fast in der Nähe waren, haben wir uns für ein kleines Abenteuer entschlossen: Mit dem Zug nach Mailand. Dieses Abenteuer begann in Desenzano am Bahnhof. Nach nur kurzen Anstehen am Fahrkartenautomat, der sogar deutsch sprechen konnte, hatten wir unsere Fahrkarten in der Hand und waren für die fast zweistündige Zugreise bereit.
 
In Mailand angekommen machte allein schon der Bahnhof einen bemerkenswerten Eindruck. Die riesigen Bahnhofshallen sind versehen mit zahlreichen Statuen, Figuren, Gemälden und Mosaiken. Wenn man so zwischen den ganzen vorbeieilenden Reisenden inmitten dieser Hallen steht, fühlt man sich aufeinmal so wahnsinnig klein und unscheinbar. Genau das sollte wohl auch die Absicht des Architekten Anfang des 20. Jahrhunderts gewesen sein: Einschüchtern und Beeindrucken.



Kurzer Hand hatten wir uns dazu entschieden den Weg vom Bahnhof in die Innenstadt zu Fuß zu gehen. Das einzige Problem war nur, dass ich Held mich genau an diesem Tag dazu entschlossen hatte meine neuen eigentlich bequemen Sandalen anzuziehen. Das dies ein deutlicher Fehler war merkte ich also nach ein paar hundert Metern. Glücklicherweise hat Frau ja fast alles in der Handtasche. Natürlich auch ein paar Blasenpflaster. Nur leider nützten die bei der Hitze auch nicht viel. Deswegen machten meine Füße fasst Luftsprünge als wir einen h&m in Sichtweite bekamen und das Laufen immer unerträglicher wurde. Zum Glück fand ich schnell ein Ersatzpaar und der Tag war gerettet.










Vorbei an den Läden und Boutiquen der Luxusmarken gelangten wir dann zum großen Domplatz, der von historischen und wundervollen Gebäuden, Palästen und Gallerien umrahmt wird. Der Mailänder Dom kann wohl auf eine ähnliche Geschichte zurückblicken wie der Kölner Dom: Obwohl die Bauarbeiten schon 1386 begonnen hatten und der Dom 1572 eingeweiht wurde, konnten alle Arbeiten am Dom erst 1965 beendet werden.





In direkter Nähe zum Dom befindet sich die Galleria Vittorio Emanuelle II, die von Guiseppe Mengoni um 1880 erbaut wurde. Die Gallerie zählt zu den ältesten überdachten Einkaufspassagen der Welt und sollte vor allem den industriellen Aufstieg Mailands repräsentieren. (Nähere Infos auf Wikipedia)






Mailand war auf jeden Fall die Reise wert. Ich würde nochmals die fast zweistündige Zugreise auf mich nehmen und mir diese Stadt nochmals ansehen. Genauer. Mit viel mehr Details. Wohl auch mit viel mehr Zeit. Und gleich zu Beginn auch mit bequemeren Schuhen.




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