Sonntag, 24. Mai 2015

Abschalten nicht vergessen



Der Wecker klingelt. Es ist 6:15 Uhr. Nicht heute, sondern eher ein Montag, Dienstag oder Mittwoch. Vielleicht auch ein Donnerstag, wer weiß. Egal, wie viel Mühe sich der Wecker gibt mich sanft aus dem Schlaf zu wecken, es hilft nichts. Langsam geht das Radio an und das Licht wird immer heller. Weiterhin kann ich dieses allerliebste technische Gerät nicht ignorieren und stehe auf. Es ähnelt wohl eher einem unbeholfenen Kampf mit der Bettdecke. Die Schwierigkeit liegt wohl darin alle meine Körperteile irgendwie zu koordinieren ohne noch wirklich zu wissen, wo ich gerade eigentlich bin. Meistens erwische ich dann noch meinen Bettnachbarn und wecke ihn mit meiner unbeholfenen Art unsanft aus dem Schlaf. Irgendwann erreiche ich dann auch den Wecker und schalte ihn aus. Wenn ich Glück habe, schaffe ich es noch bei Licht aus dem Schlafzimmer. Ansonsten läuft Frau Porzellan in ihrer unbeholfenen Art gegen Schränke oder auch gegen die Tür.
Eine wahnsinns Einleitung. Aber so ungefähr geht es mir fast jeden Tag - außer Freitag, Samstag und Sonntag vielleicht.

Bluse: Primark - Hose, Schue, Gürtel, Sonnenbrille: New Yorker - Tasche: Mitbringsel aus Italien

Mein wohl größtes Problem ist, dass ich es einfach nicht schaffe am Morgen ausgeschlafen zu sein. Ich kann noch so früh ins Bett gehen um mich dann am nächsten Tag wie gerädert zu fühlen. Man kommt nicht in die Gänge und ähnelt von den Bewegungen her einer Schnecke oder einem Faultier. Vielleicht ist es nach dem Duschen besser. Oder vielleicht macht der erste Kaffee des Tages einen richtig wach. Meistens leider Fehlanzeige. 
Irgendwie schleppt man sich dann durch den Tag. Denkt aber insgeheim immer nur daran endlich wieder nach Hause zu kommen.


Den ganzen Tag ist man von einer Müdigkeit bemannt, von der man nicht wirklich weiß, woher sie denn nun kommt. Nur der Schlafmangel allein hat sie wahrscheinlich nicht verursacht. Wohl eher das Arbeiten für die Uni bis in die Nacht hinein. Lesen, schreiben, zusammenfassen, nachdenken, planen. Mein Kopf kommt wohl nicht zur Ruhe. In Gedanken werden die anstehenden Termine umherjongliert. Pläne werden für den nächsten Tag aufgestellt, die dann letztlich doch nicht eingehalten werden können.
 

Wie hatte Peter Lustig früher immer gesagt: "Abschalten nicht vergessen". 
Vielleicht hatter der gute Mann recht. Einfach mal abschalten. Früh genug abschalten. Zeit zum Runterkommen nehmen. Zum Abschluss einen Tee zum Entspannen trinken.Damit das Sandmännchen einem am Ende den Schlafsand für schöne Träume in die Augen streuen kann. 

Also dann: "Abschalten"

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