Montag, 17. November 2014

Munteres Entziffern vergangener Ereignisse

Kennt ihr das:
Ein wahnsinnig nette Person hatte sich ganz freiwillig dazu entschlossen für euch die wichtigsten Fakten oder Vorkommnisse während eurer Abwesenheit in der Schule, Uni oder auf der Arbeit mitzuschreiben. Wahnsinnig nett und hilfbereit natürlich - Hiermit spreche ich den motivierten Mitschreibern und Mitschreiberinnen meinen besten Dank aus!
Aber dann gibt es diesen Moment, in dem man versucht das Geschriebene zu entziffern und steht manchmal vor einer unlöslichen Aufgabe.

Und das ist jetzt die perfekte Überleitung zu einem meiner diesjährigen Seminare an der Uni:
Die Einführung in das Arbeiten in Archiven.
 

Dieses Wintersemester nehme ich an einem Kurs innerhalb der Volkskunde teil, in dem man auf das Arbeiten in Archiven vorbereitet wird. Dieser Kurs findet im Stadtarchiv der Stadt Würzburg statt. Beschäftigen tun wir uns mit Akten von einem Spital in Würzburg aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Mit viel Geduld und Feingefühl müssen diese Akten in die heutige Schrift übertragen werden, um somit den Sinn aus den Dokumenten herauslesen zu können.
Womit wir wieder beim obigen Text wären. Man steht teilweise wirklich vor einer unlösbaren Aufgabe. Das Entziffern wird dann noch durch die Verwendung von Abkürzungen und altmodischen Begriffen sowie die uneinheitliche Rechtschreibung erschwert. Ein hoch auf den Duden! :)


Ich habe mir für das Seminar und das Referat mit anschließender Hausarbeit eine Einzelfallakte ausgesucht. Diese Akte gehört zu einer Maria Anna Tänzer, die im Jahr 1806 in das städtische Bürgerspital in Würzburg zur Alterspflege eingeliefert wurde. Man muss nach dem Entziffern sehr zwischen den Zeilen lesen und möglichst versuchen, die fehlenden Satzzeichen zu ignorieren. Aber ich muss sagen, dass es wirklich interessant ist, durch diese Akten einen kleinen Einblick in die Vergangenheit zu bekommen. Es ist zwar nur eine Momentaufnahme, aber man erfährt doch einiges über den Alltag der damaligen Zeit.


Deswegen kann es nie schaden, wenn man sich während der Schulzeit mit unleserlichen Hefteinträgen beschäftigen muss. Vielleicht kommt es einem später irgendwann zu gute. :)

Liebste Grüße, 
Eure Frau Porzellan

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