Montag, 29. September 2014

Endlich geschafft

Heute war der große Tag: Die letzte Hausarbeit hat endlich den Besitzer gewechselt. Heute habe ich sie im Sekretariat abgegeben. Das wars erstmal mit der frühneuzeitlichen Prangerstrafe, der Verweisung und den Sitten der Frühen Neuzeit.


Die ganze Zeit war man damit beschäftigt Bücher zu welzen, Lexikaartikel zu suchen und immer darauf zu achten, bloß nichts unbeabsichtigt abzuschreiben. Und aufeinmal ist da nichts mehr. Man hat Zeit. Frei. Kann sich um andere Dinge kümmern. Es fehlt einem aber irgendwie. Man hat nichts mehr zu tun. Fällt fast in ein Loch. Man hatte genau auf diesen Moment hingearbeitet und die ganzen investierten Stunden verflucht. 
Jetzt ist die Hausarbeit weg. Kann nichts mehr an dem Geschriebenen ändern. Trotzdem mach man sich Gedanken. Hast du nichts vergessen? Ist alles Geschriebene nachweisbar? Hast du abgeschrieben? Themaverfehlung?


Das sind diese Gedanken, die dann versuchen dieses imaginäre Loch im Kopf zu füllen. Glücklicherweise bleibt mir nicht ganz so viel Zeit zum Nachdenken, da bereits am 7.10. die Uni für mich wiederanfängt. 
Bis dahin muss ich mich noch darum kümmern, dass mein Stundenplan eine einigermaßen logische Abfolge hat und ich nicht zu einer Uhrzeit an zwei verschiedenen Orten in der Stadt sein muss. An diesem Punkt vermisst man dann irgendwie die Schulzeit. Da haben wir kleinen Schülerchen immer einen fertigen Stundenplan aus dem Konrektorat bekommen und mussten uns keine Gedanken machen. Wir haben uns nur immer gefreut, wenn wir mal fünf Stunden hatten oder uns beschwert, wenn die ganze Woche erst um 13 Uhr Schulschluss war. Als Student stehst du selbst vor der Stundenplanerstellung und hast plötzlich Mitleid mit den früheren Konrektoren deiner Schulzeit. Da gibt es aufeinmal rießige zeitliche Lücken zwischen den Vorlesungen. Für dich wichtige Veranstaltungen finden natürlich alle zur gleichen Zeit statt und du musst dich wohl oder übel für irgendeine davon entscheiden. Im Vorfeld bleibt aber auch noch das Bangen, ob man überhaupt in die Kurse kommt, die man sich für den bereits fertigen Stundenplan ausgesucht hat. Da die meisten Seminarplätze aber nach Los vergeben werden, kann sich natürlich noch alles ändern und man steht später wieder ganz am Anfang. Einige Momente später steht der Stundenplan mehr schlecht als recht.


Aber genug der negativen Gedanken: Ich wurde gestern Abend bei einem Blick auf meine Studiumsnoten sehr überrascht. Nach noch nicht einmal 1 1/2 Monaten wurde meine Hausarbeit in Volkskunde von meinem Dozenten korrigiert und die Note ist sogar schon eingetragen! Bis jetzt warte ich seit einem halben Jahr auf die Benotung meiner beiden Geschichtshausarbeiten. Aufjedenfall bin ich mit meiner Note voll und ganz zufrieden: Das Seminar "Urban Exploration" habe ich mit einer 1,3 abgeschlossen. :)


Bis dahin erfreue ich mich an meinen wenigen freien Tagen, die mir noch bleiben und stecke meine Freizeit in die Planungen für meinen Geburtstag und die Hochzeit. :)

Liebste Grüße,
Eure Frau Porzellan


1 Kommentar :